Beim Bombyx Mori L. oder dem „Maulbeerspinner“ handelt es sich um einen unscheinbaren Nachtfalter, der für seine Entwicklung vier verschiedenen Stufen durchläuft: Ei – Raupe – Puppe – Schmetterling. Die Puppe  (das Kokon, das die Raupe zur Verpuppung um sich herum spinnt) ist ein brauchbarer Faden - die Seide. Um diesen Faden zu gewinnen bedarf es viele Stunden Arbeit und eine sorgfältige Aufzucht der kleinen Tiere.

Als Nahrung braucht dieser Seidenspinner die Blätter von Maulbeergewächsen (Moraceae): die weisse Maulbeere (Morus alba).

Die frisch abgelegten Eier des Maulbeerfalters sind blassgelb. Innerhalb gut vier Tagen verfärben sie sich bleigrau bis grünlich; damit hat die erste Entwicklungsphase des Embryos stattgefunden. In diesem Stadium überwintert das Ei bis zum nächsten Frühling. Unbefruchtete Eier bleiben gelb und vertrocknen.

Dann ist Brutzeit: das Ei braucht jetzt Wärme zur weiteren Entwicklung. Aus den Eiern schlüpfen nach etwa zehn Tagen winzige, kaum 3 mm lange Räupchen aus, die dank ihrer ungeheuren Fresslust innerhalb 35 – 40 Tagen zu einer Länge von 9 – 10 cm heranwachsen: dabei nehmen sie das 10’000fache an Gewicht zu. Während dieser Zeit häuten sie sich viermal.