Eine uralte Tradition lebt auf

www.swiss-silk.ch

Trägerschaft

Das Projekt, wurde aus privater Initiative gestartet. Um es breit abzustützen, wurde die “Vereinigung Schweizer Seidenproduzenten” als Trägerschaft gegründet . Alle angesprochenen Zielgruppen sollen in der Weiterentwicklung des Projektes eingebunden werden und dieses ideell, personell und finanziell mittragen.

Der Vorstand

Ueli Ramseier (Präsident)
Ursula Knuchel Streit (Vizepräsidentin)
Oliver Weisbrod (Verbindung Industrie)
Max Leuzinger (Kassier, Mitglieder)
Petra Widmer (Sonderprojekte)

Seide in der Schweiz

Die Seidenproduktion der Schweiz hat eine lange Tradition. Ab 1250 florierten in Zürich die Seidenproduktion und der Seidenhandel. Seide wurde nach Schwaben, Südfrankreich, England, Prag und Ungarn exportiert.

Nach dem Edikt von Nantes im 17. Jahrhundert emigrierten viele Hugenotten in die Schweiz. Mit ihrer Erfahrung in Seidenhandel und Seiden-Produktion trugen sie wesentlich zum Wiederaufleben der Seidenindustrie in Zürich und Basel bei. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts waren die „Seidenhöfe“ in Zürich weltberühmt und um 1900 war die Seidenindustrie einer der bedeutendsten Industriezweige der Schweiz.

Die Seidenverarbeitung erreichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Ab Mitte des 20 Jahrhunderts verlagerte sich der Schwerpunkt von der Verarbeitung hin zum Handel.

Tod der Raupen – Geburt der Chemieindustrie
Mitte 19. Jahrhundert musste die italienische und die französische Seiden-produktion einen schweren Rückschlag hinnehmen: Ab 1854 vernichtete die so genannte Fleckenkrankheit die Seidenraupen in ganz Europa. Ein Mittel dagegen gab es nicht. Der französische Bakteriologe Louis Pasteur forderte, alle Tiere zu töten. Dann solle man gesunde Tiere aus Asien holen und damit neu züchten. Zukünftig solle man vor allem auf eine bessere Hygiene achten. Das war die einzige Lösung... aber sie ruinierte viele Betriebe.

Zur gleichen Zeit erfuhr dagegen eine andere Industrie durch die Lyoner Seidenfärber den entscheidenden Anstoss: Bis zu dieser Zeit wurde   haupt-sächlich mit Pflanzenfarben gefärbt. Als 1856 der junge Engländer William Henry Perkins den ersten synthetischen Anilin-Farbstoff herstellte, wollte den im konservativen England keiner haben. Die Lyoner Seidenfärber waren jedoch begeistert. Der violette Farbstoff “Mauvein” wurde um 1860 zur Modefarbe. Es begann ein Ansturm auf neue Anilin-Farben. Farbenfabriken wurden gegründet: die Badische Anilin und Sodafabrik BASF, die Farbwerke Höchst, die Aktiengesellschaft für Anilinfarben-Fabrikation AGFA. In der Schweiz gründete der Seidenweber Alexander Clável das Chemiewerk CIBA. Somit trugen die Seidenfärber entscheidend zur Gründung der europäischen Chemieindustrie bei.

Die Projektidee

  • Die Produktion von Seide in der Schweiz soll wieder belebt werden.
  • Ziel ist die Schaffung von (Neben-) Einkommen in der Landwirtschaft und die Stärkung der Textilindustrie Schweiz.

Wichtige Eckdaten des Projektes sind:

  • Dezentrale Produktion der Futterpflanzen und der Seidenraupen in der Landwirtschaft.
  • Zentrale Verarbeitung der Seide zu Rohseide (Abhaspeln, eventuell beschweren) in der Schweiz
  • Weitere Verarbeitung in der Schweiz (spinnen, färben, weben, drucken)
  • Vermarktung mit einer Top Schweizer Marke oder mit bekannten Schweizer Modedesignern.  Positionierung im Highend Segment, mit Lokal- und Schweizerbezug, ökologisch und sozial unbedenklich.